| Vergessene Kultobjekte – Teil 1: Tamagotchis |
| Geschrieben von: Lydia |
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Wenn es in den 90ern nachts in Kinderzimmern elektronische Piepsgeräusche zu hören gab, die Eltern den Schlaf raubten und für eine angespannte Lage am Frühstückstisch sorgten, dann konnte es sich nur um einen Trend handeln: Tamagotchis. Lange Zeit füllten die kleinen programmierten Taschenspielzeuge die Wunschlisten der Kinder und ließen die Eltern verzweifeln. Kein Wunder, denn die kleinen Enten, Hunde, Vögel und Dinos wollten vor allem eines: Aufmerksamkeit und zwar ohne Rücksicht auf Tages- oder Nachtzeit. Bekamen sie diese nicht, brachen Kinder in Tränen aus, weil der kleine Freund sofort starb, falls man das Füttern mal vergessen oder sich wichtigeren Dingen gewidmet hatte. Und so schnell wie der Trend kam, verschwand er dann auch wieder. So wurden die kleinen Haustiere eher zu vergessenen Kultobjekten – und die Nächte endlich wieder ruhiger.
Fest steht, dass Tamagotchis total angesagt und absolute Must-Haves waren. Heute ist ihr Image mehr schlecht als recht, denn die meisten verbinden vor allem eine Pflicht mit den kleinen Technik-Teilen, die schon in der Realität nicht immer ohne Murren erfüllt wurde. Bevor man sich um den „lebenden“ Hund kümmern konnte, stand erst einmal das Spielen mit den digitalen Tierchen auf dem Programm. Die waren schließlich auch viel handlicher und wenn man mal eine Mahlzeit verpasst hatte, dann gab es zur Not ja noch den Reset-Knopf – wie praktisch! Mittlerweile gelten Tamagotchis natürlich nur noch als veraltete Modeerscheinungen. Trotzdem gibt es noch einige eingefleischte Fans, oder besser: Sammler. Sie finden sich in ganzen Tamagotchi-Foren zusammen und frönen gemeinsam der Nostalgie der 90er. Damit gehören sie natürlich eher zu einer Subkultur, die sich voller Freude an das erinnert, was anderen jahrelang den Schlaf raubte. (Quellen: tamagotchi.de; tamagotchieurope.com) |