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Geschrieben von: Bernd
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Das digitale Zeitalter hält allmählich auch Einzug in die Kunstwelt. Eine Neuerung, die sich eventuell bald weltweit verbreitet sind die Dead Drops – sogenannte tote Briefkästen. Hierbei werden USB-Sticks an bestimmten Orten angebracht und können von jedem genutzt werden. Man kann sie in alten Mauern oder Häusern finden und dann einfach seinen Laptop daran anschließen und sich von dem Inhalt der USB-Sticks überraschen lassen. Natürlich kann man auch selbst etwas auf den Dead Drops hinterlassen und so selbst Teil der Kunstform werden. Auf diese Weise tauscht man offline Daten aus, statt wie sonst üblich das Internet dafür zu verwenden. Den Nutzern gibt diese Form der digitalen Überraschung den besonderen Kick, denn schließlich weiß man nie was einen erwartet und allein die Entdeckung eines Dead Drops an sich verursacht Neugier und Vorfreude.
In Deutschland kann man die USB-Sticks, die nun als eine Art Briefkasten herhalten, in Braunschweig, Erfurt oder Schweinfurt entdecken. In Erfurt zum Beispiel findet man einen Dead Drop mitten in der Altstadt in einer alten Mauer. Darauf befindet sich unter anderem Songs von Musikern aus der Region oder auch Fotos. In Braunschweig wurde ein Dead Drop direkt neben einer Galerie installiert. Hier erhofft man sich, dass man irgendwann auch einmal eine Ausstellung mit dem Material des USB-Sticks veranstalten kann. Vor allem lokale Künstler sind dazu aufgerufen, ihre Werke dort zu hinterlassen – wenn sie wollen auch im Schutze der Anonymität. Ob sich die Dead Drops als dauerhafte Kunstform der Pop-Kultur etablieren werden, wird sich zeigen. Man sollte aber auf jeden Fall einmal Ausschau nach den silbernen Anschlüssen von USB-Sticks in Gemäuern halten und sich eventuell selbst von den darauf enthaltenen Daten überraschen lassen.
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